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Reifenwechsel...
Seit ich Mopped fahre (und
schraube) ärgere ich mich über das Thema "Reifen aufziehen
lassen"...
Der Händler will dafür meist
richtig Kohle - zumindest dann, wenn man die Schluffen (meist
erheblich günstiger) im Internet bestellt und mitbringt. Zwei
bekannte mit eigenen Maschinen "wollen, sollen, dürfen" keine
Reifen mehr an fremden Bikes aufziehen - oder es kommt dann
was dazwischen oder, oder, oder... egal - ev. war es auch
einfach zu oft bei meinem Verschleiß, aber ich will auch nicht
mehr, wenn ich das Gefühl habe betteln zu müssen!
Ich bin leider auch nicht
besonders geduldig bei dem Thema, weil ich nicht einsehen
will, dass das Mopped 2 Wochen rumsteht, nur weil der Reifen
runter ist... NEEEE!
Eigene Maschine (gebraucht)
kaufen??? Kostet meist noch immer richtig Kohle und muss
meist noch mit zusätzlichen Adaptern auf Motorradfelgen
umgerüstet werden... außerdem brauchen die Monster Platz und
müssen auch meist selbst abgeholt werden usw. An dem Thema
habe ich lange rumgekaut und dann auch fast schon eine
gekauft, als weitere Fragen auftauchten... was mach ich mit
den alten Reifen???
Dann habe ich gesehen, dass es
auch "Maschinen" gibt, mit denen man per Hand Reifen wechseln
kann... unterschiedliche Systeme, Preise, Materialien,...
leider nie mit Anleitung, wie das eigentlich gehen soll. Ein
Kumpel hat das irgendwo aber mal beobachtet und bei dessen
Beschreibung dämmerte mir, wie das in etwa geht... also so ein
Ding gekauft und mittlerweile auch schon vom 120er bis 180er
alles mal probiert - geht echt besser als gedacht... fast
schon super!!! :-)
Dazu braucht man natürlich auch
noch einiges an Zubehör und auch Kompressor hatte ich bislang
noch nicht, so dass mich der Spaß insgesamt schon um die 400
Euro kostete... aber ich bin nun endlich frei und kann MEINE
Schlappen auch Sonntag früh um 2:30 Uhr montieren, wenn ich um
10:00 Uhr ne Tour fahren will aber der olle Reifen unten ist.
Das ist es mir wert!
Altreifen kann man übrigens für
2,50 Euro das Stück auf der Deponie abgeben... passt also
auch! Auswuchten auf dem Wuchtbock (machen auch die meisten
Reifenfuzzis beim Mopped) funktioniert eh tadellos.
Meine habe ich noch ein bisschen
nach meinen Vorstellungen umbauen lassen vor dem Kauf - denn
normal haben die Maschinen nur eine Achse - und diese sollte
dann durch das Rad passen UND den Halter mit Montagekopf
(erstes Bild) aufnehmen. Meine SuperMoto hat aber vorne eine
17er Achse und alle anderen Achsen (bei mir) haben 20mm... das kann
nicht richtig klappen! Also eine zweie Achse geordert, die man
dann wechseln kann und einen zweiten Halter anschweißen lassen
am Montagekopf. SO klappt das nun perfekt (musste nur hier und
da noch ein kleines bisschen an der Maschine nacharbeiten aber
nicht der Rede wert - bin halt bei manchem auch Perfektionist).
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Wo gibts die Maschinen?
Ich
habe vermutlich alles abgeklopft, was es an Quellen zum Kauf solcher
Maschinen gibt und will kurz darauf eingehen, falls sich selbst jemand mit
dem Kaufgedanken trägt...
Auf
die Idee mit den Maschinen kam man wohl bei Rennveranstaltungen... selbst
wenn da ein Reifenservice vor Ort ist, dauert das wohl, bis man an der
Reihe ist. Eine transportable Lösung, bei der die Funktion des Motors
durch Muskelkraft ersetzt wird, muss die Idee gewesen sein.
Ein
Anbieter und dessen Maschine taucht hier immer wieder als Original auf...
das teil nennt sich dann
GP503 ist aus Edelstahl und leider auch im Preis (rund 400 Euro) recht
edel.
Dann gibt es ganz billige Dinger (um die 50 Euro), die keinen Montierkopf
haben und damit sicherlich nur zum Abdrücken (dafür mit ner schönen
Abdrückschaufel) taugen... das würde ich lassen!!!
Hauptsächlich über ebay gibt es dann einige Maschinen in unterschiedlichen
Ausführungen, die stark an das GP503 erinnern, aber aus einfachem
Stahlrohr hergestellt sind. Eine solche vom Anbieter "paybiker" aus
Österreich habe ich (mit dem kleinen, aufpreispflichtigen Umbau wie oben
erwähnt) gekauft und bin (wie gesagt) damit zufrieden... erleichtert wird
übrigens die ganze Handhabung, wenn man die Maschine über 2 Schrauben am
Boden fixiert... das habe ich gleich beim ersten mal gemacht, damit beide
Hände frei bleiben!
Wichtig ist der Montagekopf (meist von Butler)... ohne den taugt sicher
auch der Rest nichts! Sonst scheinen sich die "Nachbauten" alle recht
ähnlich zu sein... mache stehen auf Stelzen (ob das stabil steht??) und
jeder hat so seine Farbe, in der er lackiert :-) Ganz selten sind auch
Edelstahl-Nachbauten zu sehen... |
Was braucht man denn
sonst noch?
Erst mal einen
Ventilausdreher... wer sparsam ist, nimmt eine Metall-Ventilkappe mit
integriertem Aufsatz - sonst gibt es dafür auch günstige
Ausdrehwerkzeuge.
Dann auf alle Fälle ein
gutes Montiereisen... habe mir gleich 2 davon (1 reicht aber
eigentlich aus) mit 500mm Länge gekauft...
Zum Aufziehen sollte man
dann Montierpaste und Pinsel haben.
Einen recht günstigen
Wuchtbock habe ich von Rothewald über Louis gekauft - ist ausreichend
und sicher nicht das schlechteste auf dem Markt... aber fast der
billigste!
Jetzt noch einen Schaber
zum leichten demontieren der ollen Gewichte und natürlich ein paar
neue Klebegewichte. Habe mir dann auch noch eine schöne Kreide zum
Markieren der leichtesten Stelle am Rad (oben beim Auswuchten) gegönnt und ein paar gute
(spezielle) Arbeitshandschuhe.
Was ich noch zusätzlich
gekauft habe sind... ein Sack voll Qualitätsventile, da ich die alten
nicht weiter verwenden will (sind nicht so teuer!) und für alle Fälle
ein Einziehwerkzeug für die Ventilgummis (obwohl ich selbst
Alu-Winkelventile fahre, die nicht gewechselt werden).
Ach - jetzt vergesse ich
fast noch das teuerste - ein Kompressor um die Reifen auf das
Felgenhorn knallen zu lassen ist natürlich auch nötig! Ich habe mir
einen ölgeschmierten 1-Zylinder Kompressor mit 24 Liter Druckbehälter
gekauft. Nicht den allerbilligsten, dafür schon mit Reifenfüller und
Ausblaspistole. Funktioniert damit wirklich tadellos!!! Gibt es auch
in den meisten Baumärkten und sollte mit etwa 150 Euro kalkuliert
werden.
Zusammen sind dann rund 400
Euro für die Unabhängigkeit fällig... |