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Wasser lassen...
Irgendwann ist mir neulich aufgefallen, dass, wie
links im Bild markiert, ein bisschen Kühlerflüssigkeit am hinteren
Zyliner "steht".
Anfangs dachte ich, dass es irgendwo oben aus einem
Schlauch tropft... alles nachgezogen (eine Schelle sogar
gewechselt)... aber es kam wieder...
Dann war klar, dass es eher von dem kleinen
Deckelchen kommen muss (oder dessen Schrauben, die original keine
eigene Abdichtung haben, aber in den Wasserkanal durchgeschraubt
sind...). Aber auch hier half mehrmaliges Abdichten nicht! Immer und
immer wieder stand Kühlflüssigkeit in der Mulde... beim Fahren mehr,
als beim stehen (klar - beim Fahren steht das Kühlsystem unter
Druck). |
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Und ich sach noch...
Schließlich sag ich bei einer Tour zu einem Kumpel,
nachdem klar war, dass das letzte Abdichten wieder nichts brachte:
"Ich glaube fast, dass das nicht vom Deckel kommt, sondern direkt
DURCH das Motorgehäuse...".
Der Kumpel schaut mich erstaunt an und ich erkläre,
dass es doch ab und an mal mit so genannten "Lunkern" bei Gussteilen
zu Undichtigkeiten kommen soll... und genau das ist hier der Fall,
wie man mit etwas Geduld dann auch sehen kann (siehe Bild links).
Na klasse... und vor allem warum nach so langer
Zeit?? Und was machen, um das (mit möglichst überschaubarem Aufwand)
dicht zu bekommen?????
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Versuch 1 mit Kaltmetall...

Versuch 1 mit Silikon... ob´s nun
klappt??? Jein - siehe Nachtrag 2 |
Kurz (und gut?), meine Lösung...
Eine der Überlegungen (neben speziellen Silikonen
usw.) war Kaltmetall. Ich kannte bislang nur das zum Kneten und das
taugt nicht besonders... der Kumpel hat mir (da sehr davon
überzeugt) so ein 2K-Zeug geliehen, welches schön dünnflüssig
ist...also Wasser raus, Stelle aufgerautund fettfrei gereinigt,
dann das "Zeug"und fettfrei gereinigt,
dann das "Zeug" angemischt und den "Hohlraum" ein bisschen damit
augefüllt. Lässt sich wirklich super verarbeiten!!
Nach 30 Minuten ist das Kalt- oder auch
Flüssigmetall schon augehärtet... ich habe mir eine zum Motor
passende Farbe gemischt (aus silber und schwarz) um alles wieder
schön zu haben... Deckel mit etwas Dichtungsmasse (und
Kupferdicht-ringen) wieder montiert, Kühlsystem befüllt und
entlüftet. Auch am nächsten Tag war endlich mal keine
Kühlflüssigkeit rausgedrückt. Endlich! Sollte im Fahrbetrieb früher
oder später wieder was passieren, werde ich das hier natürlich
nachtragen!
NACHTRAG... leider war
nach einigen Ausfahrten doch wieder Wasseraustritt zu beklagen. Das
Kaltmetall kann wohl die Hitze auf Dauer nicht vertragen (?!)...
beim studieren der technischen Daten kommt zu Tage, dass nur 120
Grad zulässig sind... das ist dort doch seeeehr knapp!! Nun ein neuer Test mit hochtemperaturfestem Silikon:
DIESES
NACHTRAG 2... Es hat
mit dem Silikon echt lange gehalten... denke es waren 2 Jahre? Ich
weiß es nicht genau - aber dann war es doch mal wieder so weit :-(
Alles wieder penibel sauber gemacht und diesmal mit einem vor
längerem schon entdeckten und bisher allem gewachsenen Kaltmetall /
Knetmetall Typ "Power Stahl von Petec", welcher bis 260 Grad
beständig ist und schon nach 30 Minuten fest genug um es zu
schleifen, bohren,... neu abgedichtet. Hält auf Anhieb dicht, kann
ohne wenn und aber lackiert werden und so hoffe ich auf mindestens
wieder 2 Jahre Ruhe :-) Verwendet wurde dieses
KNETMETALL (auch
schon zum Flicken von Wasserkühlern erfolgreich eingesetzt!). Muss
auf jede Reise mit!
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So stark ist das Original beim alten
Motorgehäuse vertieft (links unten am kleinen Deckel) und es gibt
eine blanke Stelle vom Nachfräsen...

Hier der deutlich geänderte Guss vom
neueren Gehäuse mit nur sehr wenig Vertiefung.

...und mein Motor nach meiner
Überarbeitung mit dem Kaltmetall. |
Übrigens gibt es mal wieder Unterschiede...
Da auch mein Kumpel mit seiner etwas jüngeren
Corsaro dabei war, ging natürlich gleich "Jugend" forscht los... und
wir staunten beide nicht schlecht, denn an seinem Motor (den wir
immer für den älteren gehalten haben), ist der Guss an dieser Stelle
deutlich anders als bei mir!!! Die starke Vertiefung, aus der bei
mir das Wasser dringt, ist dort kaum vorhanden. Ein Schelm, wer
böses dabei denkt???? Gab es hier eventuell öfter Probleme, dass man
das dann geändert hat??? Auch ein paar andere Dinge sind im Guss
anders (was wir halt bemerkt haben):
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Wie links zu sehen
die Vertiefungen unter diesen Deckeln (beim neueren Gehäuse
deutlich weniger vertieft - also stärkere Wandung)
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Die
"Werkzeug-Aussparung" der einen, außenliegenden
Zylinderkopfschraube... beim alten Motor noch nachträglich
eingefräst, beim neuen im Guss.
-
DER Knubbel vorne am
Zylinder, an dem schon einige ihre Ölleitungen aufgeschrubbt
haben mit der Zeit... ist am neuen gehäuse ganz weg!
-
Der Guss an sich...
dieser ist am neueren Gehäuse sehr viel glatter ausgefallen
(sieht man auch auf den Bildern links).
An meiner Maschine kam 2008 (also noch beim
Vorbesitzer) ein Tauschmotor in die Kiste... dieser ist der Nummer
nach neuer als der aus Kumpels 2007er und auch die Zylinderköpfe
sind neuer (und haben im Gegensatz zum Gehäuse, den feineren Guss!).
Das heißt also mit ziemlicher Sicherheit, dass Morini (wenigstens
zum Teil) alte Motorgehäuse wieder aufgearbeitet hat... an sich ja
nicht schlimm, wenn dicht...
Kurz noch zu dem Deckelchen an sich... der ist dazu
da, dass man hier den Kolbenbolzen ziehen kann. Aus diesem Grund
habe ich ganz am Anfang auch den Deckel einfach runtergeschraubt und
nicht damit gerechnet, dass alles Kühlwasser ausläuft (*pfeif*):

Was für eine schöne Sauerei. Habe mich dann noch
gewundert, wie denn das zusammenpasst, dass da Wasser ist, wenn man
den Kolbenbolzen dort ziehen können soll... aber klar - das ist ja
erst nach der Entnahme der Laufbuchse möglich! Also, wie schon ganz
zu Beginn mal angedeutet, immer erst schön das Kühlmittel ablassen,
bevor man hier schraubt... ist sonst echt ne schöne Sauerei!!!
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Nachtrag: Ein weiteres (anderes)
Wasserverlustproblem...
Neulich hatte ich mal wieder ein bisschen
Wasserverlust aber zwischen den Zylindern... "irgendwo"...
Es sah erst so aus, als wäre die Dichtung der Entlüftungsschraube
(integriert an der höchsten Stelle des Thermostatgehäuses) undicht... aber
konnte die Wechseln wie ich wollte, schon das zusammendrücken eines
Wasserschlauchs zeigte Wasseraustritt.
Habe dann das Thermostatgehäuse aufgemacht... bei mir war dort ein
lächerlich dünner O-Ring eingesetzt, der beim zusammenhalten der
Gehäusehälften nicht spürbar ist. Der kleinere, der beim Ölfilter
dabei ist, ist dicker und passt perfekt rein - nun ist wieder dicht!
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...Schitt ähhh Schnitt!

...mal sehen, ob ich noch
Reparaturbilder nachlegen kann!
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Im Urlaub 2013 musste sie auch mal wieder Wasser
lassen...
Mitten im Großstadtjungle bei 38 Grad und nach etwa
500 Kilometern auf dem Buckel (ich war fertig, zumal das angefahrene
Hotel nicht mehr existierte) sehe ich mit Schrecken, dass der ganze
linke Motordeckel usw. nass/fleckig/dreckig ist. Au weia... Kiste
angelassen und sobald Druck auf dem Kühlsystem war, kam das Wasser
irgendwo aus der Gegend des Thermostatsgespritzt!gespritzt!
100 Punkte! Ich mache es kurz - habe alle paar
Kilometer Wasser nachgeleert und am Ende den Kumpel alleine los
geschickt, ein Hotelzimmer zu besorgen. Am Hotel morgens dann den
Schlauch, an dem es herunter lief (der geht genau zum Thermostat)
mal abgebaut und gleich den Schnitt gesehen (wie kommt der da hin?).
Aber wenigstens nur sowas!!!! Schon des am Abend / in der Nacht
hatte ich überlegt, was man machen könnte wenn...
Und so war bei einem lediglich defekten Schlauch
gleich meine Idee, diesen an der defekten Stelle zu teilen und mit
einem Schlauchverbinder (bzw. halt irgendeinem passenden Rohr) über
2 Schlauchschellen wieder zu verbinden... das genau hat der Kumpel
am nächsten morgen dann auch besorgt... ein passendes Metallrohr
(sogar schön entgratet) und 2 Schlauchschellen... damit war die
Corsaro dann schnell wieder einsatzbereit!
Also so dann in etwa die Reparatur als Skizze :-)

...ähnlich
einem Stent in den Herzkranzgefäßen *g*
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